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Das Problem mit der Liebe

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, ich hab leider sehr lange auf mich warten lassen. Ich kann nicht genau sagen warum, aber manchmal fällt mir das Schreiben ziemlich schwer. Dann klingt alles so gezwungen und an anderen Tagen, dann kann ich so schreiben, wie meine Gedanken gerade sind. 

Eigentlich hatte ich einen ganz anderen Blogpost zuerst vorgesehen. Ich wollte zuerst meine Geschichte chronologisch aufschreiben. Aber irgendwie fällt es mir leichter erstmal das zu beschreiben, was mich im Moment am meisten beschäftigt. Das Thema Liebe ist natürlich sehr persönlich und ich habe auch lange überlegt, ob ich überhaupt davon berichten soll, doch es ist das was mich momentan nun mal am meisten belastet.

So funktioniert Liebe: zwei Menschen lernen sich kennen und verlieben sich 

Mir fällt es aber, wie schon im letzten Post gesagt, nicht leicht neue Leute kennenzulernen. Ich weiß nicht woran es liegt, aber zu einigen Menschen kann ich direkt im ersten Moment Vertrauen aufbauen und direkt "normale" Kommunikationen mit Ihnen führen. Bei anderen hingegen fällt mir das richtig schwer.  Ich würde so gerne mit ihnen reden und mich ihnen öffnen, aber es ist als ob ein großer Druck auf mir liegen würde, der dafür sorgt, dass ich einfach keine Ahnung habe was ich sagen soll bzw. alles was ich in Betracht ziehe zu sagen, für albern oder blöd halte.

Um nun endlich zum Punkt zu kommen. Ich war noch nie richtig verliebt.  Klar, das Schwärmen für jemanden kennt jeder, da muss man ja auch nicht zwangsläufig mit jemandem enger befreundet sein.

Einen Freund zu finden ist gar nicht so einfach, wenn man sich anderen Menschen gegenüber nicht öffnen kann, wenn man noch nicht mal mit ihnen normal kommunizieren kann.  Noch dazu, war meine erste Erfahrung mit Männern in Richtung Liebe auch nicht so ermutigend, das ganze in naher Zukunft fortzuführen. Ich weiß nicht wie ich das geschafft habe, doch ich hab irgendwie mit 19 Jahren beschlossen, dass ich ja nicht unbedingt einen Freund brauche.

Das seltsame daran ist, wenn ich jetzt zurückblicke, dass ich das die "ganzen" Jahre auch nicht wirklich vermisst habe. Meine Freundinnen wollten mich immer wieder mit irgendwelchen Typen verkuppeln, weil sie meinten, dass ich unbedingt einen Freund bräuchte. Aber das war nicht so.

Da ich aber so genervt wurde, hab ich mich auf Ratschlag einer Freundin bei einer Online-Dating-Börse angemeldet. Dort war ich auch ewig angemeldet, mehere Jahre, doch wirklich nach einem Freund habe ich nicht gesucht. Bzw. hatte ich immer Angst vor einem Treffen und war deswegen nie ernsthaft auf der Suche in dieser Börse. 

Dann habe ich vor etwas mehr als einem Jahr diese Dating-Börse mal intensiver genutzt und hatte tatsächlich einige Dates. Es hat sich aber keine Liebe entwickelt, weil ich einfach immer zu ruhig war, nichts gesagt habe, meine Gefühle einfach nicht in Worte packen konnte. 

Es hat sich allerdings etwas geändert. Ich habe dadurch einen wirklich guten Freund kennengelernt, dem ich alles "erzählen" kann. Ich kann es ihm schreiben... Von ihm hab ich auch schon mehrmals gehört: "wenn du doch nur in "real" auch so wärst, wenn du doch nur mehr reden würdest". verstehen was ich durchmache und wie ich mich fühle kann er natürlich auch nicht. Aber er hat mir ein kleines bisschen Selbstvertrauen gegeben und auch gezeigt, dass das Leben zu zweit doch viel schöner ist als immer nur allein.

Ich fühle mich so, als wäre ich zum Leben und Fühlen erweckt worden, allerdings hat mich das in eine tiefe Krise fallen lassen. Ich fühle mich jetzt ständig einsam und ziemlich allein. Das ist noch schlimmer, als nichts zu fühlen.

Mein letztes Date ist jetzt gut drei Wochen her und auch das war wieder nur ein Flop. Zwar war alles schön und hat auch Spaß gemacht. Es wurde am Ende darüber gesprochen, was wir noch mal machen können, doch dann war es wie immer: Er hat sich irgendwann nicht mehr gemeldet und nicht mehr auf meine Nachricht reagiert.

Das war am Anfang noch ziemlich schlimm, aber da es mir nach ungefähr jedem Date so geht, rechne ich mittlerweile schon so sehr damit, dass es sich ganz normal und gar nicht schmerzlich anfühlt.

Das Schlimmste zur Zeit ist einfach, dass das Date wieder mal ein Flop war und ich zu meinem "besten Freund", den ich eben erwähnt hatte, momentan auch keinen richtigen Kontakt habe. Ich mag es nicht Menschen zur Last zu fallen und halte mich deswegen immer eher zurück.

Doch ich habe momentan, da ich mich wirklich ziemlich einsam fühle, den Entschluss gefasst, meinem "besten Freund" bald zu schreiben und ihn zu bitten etwas mit mir zu unternehmen. Das hatte er mir, ich glaub nur im Spaß, versprochen. Ich rechne eigentlich schon fest damit, dass er nein sagen (natürlich netter verpackt) wird, da ich irgendwie so eine negative Einstellung entwickelt habe. Deswegen bedarf es auch schon eine Menge Mut ihm überhaupt zu schreiben und darum zu bitten. Die Angst vor der Enttäuschung ist groß...

Puh, ich hab keine Ahnung, ob man überhaupt nachvollziehen kann, was ich mir da eben von der Seele geschrieben habe. :D Ich weiß auch nicht, ob die Kernaussage überhaupt herauskommt, aber das ist auch nicht so wichtig.

Ich hätte das auch noch viiiiel ausführlicher machen können, aber das ist ja so schon eigentlich viel zu viel Text. Aber wie gesagt, ich hoffe es hilft mir, einige Dinge zu reflektieren und irgendwie klarer zu erkennen. 

Das war's erstmal für heute. Ich hoffe, dass es dieses Mal nicht wieder so lange dauert, bis ich mich wieder melde. 

Liebste Grüße

7.1.14 20:31, kommentieren